Mehr Physio- und Ergotherapie für Long-Covid-Patienten

Long-COVID: Ärzte dürfen Heilmittel ohne Regressangst verordnen.

Patienten, die an Long-Covid leiden, könnten ab 1. Juli noch öfter eine Physio- oder Ergotherapie erhalten. Denn dies wurde als „besonderer Verordnungsbedarf“ anerkannt. Die Ärzte belasten damit nicht ihr Budget, weil die Kosten aus dem Verordnungsvolumen des Vertragsarztes herausgerechnet werden. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen verständigt.

Ist beispielsweise eine Wirbelsäulenerkrankung oder Störung der Atmung auf eine Covid-19-Erkrankung zurückzuführen, zum Beispiel bedingt durch wochenlanges Liegen im Krankenbett, können Ärzte Maßnahmen der Physiotherapie verordnen. Etwa Krankengymnastik, die auch als Atemtherapie möglich ist.


Mehr Physio- und Ergotherapie für Long-Covid-Patienten

Ärzte können eine Behandlungsdauer von bis zu zwölf Wochen kalkulieren. Auch müssen sie nicht die orientierende Behandlungsmenge, die im Heilmittelkatalog des Gemeinsamen Bundesausschusses aufgeführt ist, berücksichtigen. Damit wird voraussichtlich mehr Physio- und Ergotherapie für Long-Covid-Patienten verschrieben werden.


Verordnet werden können bei

  • Störungen der Atmung: Krankengymnastik (Atemtherapie), Inhalation

  • Wirbelsäulenerkrankungen: Krankengymnastik-Gruppe, Manuelle Therapie

  • Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Extremitäten (mit motorisch-funktionellen Schädigungen): Motorisch-funktionelle Behandlung

  • neurotische, Belastungs-, somatoforme und Persönlichkeitsstörungen: Psychisch-funktionelle Behandlung

  • wahnhafte und affektive Störungen/Abhängigkeitserkrankungen: Psychisch-funktionelle Behandlung, Hirnleistungstraining


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