Mehr Anerkennung für Menschen mit Downsyndrom eingefordert

Aktualisiert: 19. März

POLITIK:

Berlin – Die Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, hat für mehr gesellschaftliche Anerkennung für Menschen mit Downsyndrom geworben. Menschen mit Trisomie 21 hätten der Gesellschaft viel zu geben, „als Musiker, als Schauspieler oder als Bedienung in einem Restaurant und vor allem als Mensch“, sagte die ehemalige Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin und SPD-Bundestagsabgeordnete.

„Stattdessen ist es heute Alltag, dass Eltern eines Kindes mit Downsyndrom gefragt werden, ob sie ,das’ denn nicht gewusst hätten – wobei der Abbruch der Schwanger­schaft gleich mitgedacht wird.“ Schmidt äußerte sich vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute im Caritas-Zentrum Köln-Kalk, wo die Kanzlerin die vom Downsyndrom betroffene Natalie Dedreux treffen wird. Die damals 19-Jährige hatte im September 2017 einen viel beachteten Auftritt in der ARD-„Wahlkampfarena“, als sie Merkel auf den Umgang mit Trisomie 21 ansprach.


Nicht bemitleidenswert

„Frau Dedreux zeigt eindrucksvoll, dass Menschen sich klar und mutig für ihre Anliegen einsetzen können – auch wenn sie mit Trisomie 21 leben“, sagte die Vorsitzende der Lebenshilfe. „Mit ihrer selbstbewussten und lebensfrohen Art widerlegt sie das Bild von Menschen mit Behinderung als bemitleidenswert und Opfer eines schweren Schicksals.“

Schätzungen zufolge werden neun von zehn Föten mit dem Verdacht auf Trisomie 21 abge