Neue S3-Leitlinie zur Versorgung von Mukoviszidose-Patien­ten in den ersten Lebensjahren

Aktualisiert: 7. Feb.

Bonn – Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Mukoviszidose-Patienten in den ersten beiden Lebensjahren verbessern. Sie bietet umfassende Empfehlungen für die Frühtherapie der Mukoviszidose und berücksichtigt dabei die Lungenerkrankung, aber auch die Krankheitsausprägung des Magen-Darm-Traktes. Ernährung und Physiotherapie spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Hintergrund ist, dass seit Einführung des Neugeborenen-Screenings auf Mukoviszidose im Jahr 2016 betroffene Kinder deutlich früher diagnostiziert werden. „Die in den ersten beiden Lebensjahren zum Teil noch asymptomatischen Mukoviszidose-Patienten stellen die Behandler vor die Probleme einer symptomorientierten oder im Hinblick auf die Krankheitsentwicklung vorbeugenden/präventiven Diagnostik und Therapie“, schreiben die Autoren.

Die neue Leitlinie ist unter der Federführung von Gesellschaft für Pädiatrische Pneumolo­gie (GPP) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) entstan­den. 35 Experten aus verschiedenen Berufsgruppen und Patienten­vertreter sowie 18 Fachgesellschaften und Berufsverbänden haben an der Entstehung der neuen Leitlinie mitgewirkt.

In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilba­ren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Etwa 150 bis 200 Kinder werden damit jedes Jahr geboren.

Quelle: Ärzteblatt