Wann ein neues Gelenk her muss

Wann ein neues Gelenk her muss

Starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und drohende Folgeschäden - das können Gründe für den Einsatz eines künstlichen Gelenks sein. Ob eine Operation infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig zu wissen ist: Das neue Gelenk hält in der Regel nicht für immer.

Ob Knie, Hüfte oder Schulter - Gelenke können Schaden nehmen, das ist nicht ausschließlich eine Frage des Alterns. Gelenkverschleiß droht bei Bewegungsmangel, Übergewicht und auch bei falscher Belastung, etwa durch Leistungssport.

Die Knorpelmasse um das Gelenk reibt sich mehr und mehr ab, bis es sich versteift. Ärzte sprechen dann von Arthrose. In so einem Fall muss aber nicht immer gleich ein künstliches Gelenk her.

Zunächst kommen zur Therapie gelenkfreundliche Sportarten wie Radfahren und Schwimmen infrage. "Damit wird das betroffene Gelenk gestärkt", sagt der Essener Orthopäde Ramin Nazemi, Vorstandsvorsitzender bei orthonet-NRW. Wer übergewichtig ist, sollte in Absprache mit dem Arzt langsam abnehmen.