Wirkung und Nebenwirkungen von Wärmepflastern

Wärmepflaster mit Capsaicin erzeugen indirekt eine Wärmeproduktion der Haut und sind daher als Arzneimittel zugelassen.

Bei der Anwendung kann es passieren, dass die Haut zu stark gereizt wird und unangenehm brennt. Auch eine Rötung der Haut ist möglich. Zudem ist Wollwachs enthalten, es kann Kontaktallergien auslösen.

Wärmepflaster mit Aktivkohle und Eisen können bei falscher Anwendung zu Verbrennungen führen - von Rötung über Blasenbildung schlimmstenfalls bis zur Zerstörung der Haut (Nekrose). Wird Wärme über einen längeren Zeitraum auf der gleichen Stelle angewendet, sind außerdem sogenannte kalorische Hautveränderungen möglich - dauerhafte Veränderungen der Pigmente ("hot water bottle rash").

Nach Ansicht von Experten ist die Wirksamkeit von Wärmepflastern mit Aktivkohle und Eisen nicht überzeugend belegt. Sie sind daher lediglich als Medizinprodukt zugelassen.

Vorsicht bei der Anwendung

Menschen mit verletzter oder empfindlicher Haut sollten die Pflaster erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden. Auch bei Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen und rheumatoider Arthritis muss vorher mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden. Bei akuten Sportverletzungen, bei Prellungen oder Zerrungen sollte man kühlen statt wärmen.