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Neurologische Erkrankungen

Unsere Therapeuten haben viel Erfahrung bei der Behandlung neurologischer Patienten und hierzu spezielle Qualifikationen besucht.

Seit vielen Jahren betreuen wir verstärkt Patienten mit neurologischen Symptomen – unter anderem Betreuungseinrichtungen.

 

Dieser Bereich der Erkrankungen beeinträchtigt das zentrale Nervensystem oder das periphere Nervensystem. Unterschieden werden diese beiden Systeme dadurch, dass sich das zentrale Nervensystem (ZNS) auf Gehirn und Rückenmark bezieht, während das periphere Nervensystem (PNS) aus den Nerven besteht, die als Verbindung zwischen ZNS und dem restlichen Körper agieren, z.B. den Muskelpartien.

 

Zu den neurologischen Erkrankungen zählen beispielsweise Schlaganfälle, Alzheimer- Demenz, Restless-Legs-Syndrom, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson und auch Depressionen. Bei neurologischen Erkrankungen wie MS gehören die Anwendungen, Übungen und Prozesse durch Physiotherapie zu den wichtigsten Behandlungsmaßnahmen. Individuell angepasste Therapieformen sorgen bei neurologischen Erkrankungen, ganz gleich welcher Art, für eine möglichst langfristige Aufrechterhaltung der Beweglichkeit der Patienten.

 

Außerdem trägt die physiotherapeutische Behandlung dazu bei, Schmerzen, Spastiken und Fehlhaltungen entgegenzuwirken, um den Alltag zu erleichtern und die Bewegungskoordination zu verbessern. Auch vorbeugend können physiotherapeutische Übungen gegen neurologische Erkrankungen eingesetzt werden, um nicht nur nach einem Schlaganfall Lähmungen, Bewegungsstörungen etc. zu behandeln, sondern bereits im Vorfeld das Risiko für eine solche neurologische Erkrankung zu senken.

Bobath Erwachsene

Was sind neurologische Störungen

Neurologen versorgen allein in Kliniken etwa eine Million Patienten pro Jahr. Sie behandeln Patienten mit Volkskrankheiten wie Polyneuropathie und Migräne, aber auch mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson und autoimmunologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose.

Die Schlaganfallbehandlung rückt immer mehr in den Fokus, weil es durch neue Therapiealternativen heute bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die nachstehenden Krankheitsbildern zeigen die wichtigsten neurologischen Erkrankungen:

  • Schlaganfall

  • Multiple Sklerose (MS)

  • Schädel-Hirn-Trauma

  • Spastik

  • Infantile Zerebralparese (frühkindliche Hirnschädigung)

  • Amyothrophische Lateralsklerose (ALS)

  • Morbus Parkinson

  • Myelopathie

  • Querschnittslähmung

  • Muskeldystrophie (u.a. Muskelschwund)

  • Polyneuropathie

  • Hirntumor

Sonstige angeborene oder erworbene Schädigungen des zentralen Nervensystems

Neurologische Erkrankungen lassen sich in folgende Gruppen einteilen:

 

Kopfschmerz-Erkrankungen: Kopfschmerzen können Symptom einer ernsten Hirnerkrankung, z.B. eines Hirntumors sein. In den meisten Fällen findet sich aber keine Ursache von Kopfschmerzen, so dass man von primären Kopfschmerz-Erkrankungen spricht. Die häufigsten Kopfschmerz-Erkrankungen sind Migräne und Spannungskopfschmerz.

 

Gefäßerkrankungen des Gehirns : Mehr als jedes andere Körperorgan ist das Gehirn auf eine ungestörte Sauerstoff- und Blutversorgung angewiesen. Durchblutungsstörungen des Gehirns können zu Hirninfarkten (Schlaganfällen) mit Halbseitenlähmungen und Sprachstörungen führen. Eine ähnliche Symptomatik kann auch durch Hirnblutungen hervorgerufen werden. Die Risikofaktoren, die zu einer Schädigung der hirnversorgenden Blutgefäße und damit langfristig zu Schlaganfällen führen, sind die gleichen, die auch zum Herzinfarkt führen: Bluthochdruck, Rauchen, Zuckerkrankheit, erhöhter Blutfettgehalt und Bewegungsmangel.

 

Infektionserkrankungen des Nervensystems: Das Gehirn kann wie andere Organe von Erregern, Bakterien oder Viren, befallen werden. Wenn die Hirnhäute betroffen sind, spricht man von einer Meningitis. Ist das Gehirn direkt betroffen, liegt eine Enzephalitis vor.

Multiple Sklerose: Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündungskrankheit des Gehirns und Rückenmarks, die nicht durch Erreger bedingt, sondern Folge einer Fehlregulation des Immunsystems ist. In den meisten Fällen manifestiert sich Multiple Sklerose mit wiederholten Krankheitsschüben, die zu wechselnden und unterschiedlichen Symptomen (Sehstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen) führen (schubförmige Multiple Sklerose). Nach längerem Krankheitsverlauf kann die Multiple Sklerose in ein chronisches Stadium mit bleibender, allmählich zunehmender Behinderung übergehen (sekundär chronisch-progrediente Multiple Sklerose).

Hirntumore: Im Gehirn und Rückenmark können sich wie in anderen Organen Tumore bilden. Häufige Hirntumore sind Gliome, die aus den Bindegewebszellen des Gehirns entstehen, Meningeome, die von den Hirnhäuten ausgehen, und Lymphome, die aus lymphatischem Gewebe entstehen. Im Gehirn können sich außerdem Metastasen von anderen bösartigen Tumoren absiedeln.

 

Neurodegenerative Erkrankungen: Als neurodegenerative Erkrankungen werden chronische Hirnerkrankungen bezeichnet, bei denen es, ohne dass Durchblutungsstörungen oder Entzündungen vorliegen, zu einer fortschreitenden Störung bestimmter Hirnfunktionen kommt. Ein Teil dieser Erkrankungen ist erblich, bei den meisten ist keine Ursache fassbar. Die häufigste und wichtigste neurodegenerative Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit, die vor allem die Hirnrinde betrifft und zu einem fortschreitenden Verlust des Gedächtnis und anderer geistiger Fähigkeiten führt. Bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen stehen Bewegungsstörungen im Vordergrund. Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zu einer Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifigkeit und Zittern. Typisches Zeichen der Ataxien oder degenerativen Kleinhirnerkrankungen sind Gangunsicherheit und Koordinationsstörungen.

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Erkrankungen des peripheren Nervensystems: Durch Verletzung oder mechanischen Druck kann es zur Schädigung einzelner peripherer Nerven kommen. Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom und das Sulcus ulnaris-Syndrom. Erkrankungen, bei denen periphere Nerven diffus erkrankt sind, werden als Polyneuropathien bezeichnet. Polyneuropathien machen sich durch oft an den Füßen beginnendes Taubheitsgefühl, Schmerzen und Lähmungen bemerkbar. Die Ursachen von Polyneuropathien sind vielfältig. Am häufigsten sind sie durch Zuckerkrankheit oder Alkoholmissbrauch verursacht.

 

Muskelerkrankungen: Bei sehr vielen neurologischen Erkrankungen kommt es zu Muskelschwäche und Muskelschwund. Die Ursachen dafür können im Gehirn, Rückenmark und peripheren Nervensystem liegen. Bei den eigentlichen Muskelerkrankungen liegt dagegen die Ursache direkt im Muskel. Viele Muskelkrankheiten sind erblich. Es gibt aber auch erworbenen Muskelerkrankungen, z.B. Muskelentzündungen (Myositis). Bei der Myasthenie kommt es als Folge einer entzündlichen Schädigung der Übertragungsstellen zwischen Nerv und Muskel (neuromuskuläre Endplatte) zu einer belastungsabhängigen Muskelschwäche.

Wie die Therapie helfen kann​

Mit neurologischer Physiotherapie behandeln wir Störungen des zentralen oder peripheren Nervensystems, angeborene oder erworbene Erkrankungen und Unfallfolgen, die Ihre Bewegungsabläufe einschränken. So sorgen wir gemeinsam für mehr Selbstständigkeit in Ihrem Alltag und können im besten Fall eine Pflegebedürftigkeit möglichst lange verhindern. Die Ziele der neurologischen Physiotherapie werden individuell auf Sie zugeschnitten und gemeinsam mit Ihren Angehörigen und Ihrem Arzt bestimmt.

Schlaganfall, Querschnittslähmung, Multiple Sklerose und weitere neurologische Erkrankungen werden bei uns von zertifizierten Bobath- und Vojta-Therapeuten behandelt.

Barrierefreier Zugang zu Therapie und Trainingsmöglichkeiten bieten ein entspanntes Behandlungsumfeld. Auch Hausbesuche sind für eine individuelle Behandlung möglich.

Bobath-Therapie
Das Bobath-Konzept ist ein bewährtes, weltweit verbreitetes bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen. Es basiert auf neurophysiologischen und erntwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an den Ressourcen und der Zielsetzung des Patienten.

PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation
PNF ist eine Behandlungsmethode der Physiotherapie, die auf dem Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln aufbaut. Physiologische Bewegungsabläufe werden unter gleichzeitigem Abbau pathologischer Bewegungsmuster koordiniert.

Vojta-Therapie
Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode bei Störungen des zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates.

Bei der Vojta-Methode werden "normale" Bewegungsabläufe wie Greifen, Aufrichten und Laufen nicht primär geübt, gelernt oder trainiert. Die Vojta-Therapie regt vielmehr das Gehirn an, "angeborene, gespeicherte Bewegungsmuster" zu aktivieren und als koordinierte Bewegungen in die Rumpf- und Gliedmaßenmuskulatur zu "exportieren".

neurologische Störungen

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Physiotherapie Katja Sonntag