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WAS ELTERN VON UNS DENKEN...

Frühchen, Säuglinge und Kinder

Der Umgang unserer Therapeutin Marina Becker ist meiner Tochter und mir gegenüber sehr geduldig und einfühlsam. Dadurch konnte meine Tochter sehr schnell vertrauen fassen. Ich bin sehr dankbar für die gute Betreuung und die vielen Tipps die zu Hause umsetzen kann. Ganz liebe grüße

 

Johanna Gra.

Die Bewertungen wurden in unseren Praxen schriftlich erfasst und zur Veröffentlichung genehmigt.

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"Wir schätzen das Besondere an jedem Kind und das ist eine Bereicherung des eigenen Seins"

Katja Sonntag

Physiotherapie

für Frühchen, Säuglinge & Kinder

Seit über 25 Jahren vertrauen uns

Eltern Ihre Kinder an.

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Seit vielen Jahren liegt der leidenschaftliche Schwerpunkt unserer physiotherapeutischen Arbeit in der Behandlung und Begleitung von Säuglingen und Kleinkindern, unter anderem mit folgenden medizinischen Problemen:

Frühgeborene, Schreikinder, Kinder mit Asymmetrien und Entwicklungsverzögerungen, Kopfverformungen, LKGS-Spalten, Fuß- und anderen Deformitäten, Wahrnehmungs-Auffälligkeiten, Zentrale Koordinationsstörungen, cerebrale Störungen und Muskelerkrankungen, sowie Onkologie.

 

Unsere Kindertherapeuten sind neben den therapeutischen Qualifikationen auch auf nachstehende Altersgruppen spezialisiert:

Frühchen & Säuglinge (Alter 0 - 1 Jahre).

Kleinkinder (Alter 2- 5 Jahre).

Kinder im Vorschulalter (Alter 5- 6 Jahre).

Schulkinder (Alter 6 bis 16 Jahre).

Sprechen Sie mit uns!

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Wer wir sind

Für mich als jahrelange erfahrene Kindertherapeutin steht das Kind und seine Familie im Mittelpunkt meines Handelns. Zusammen mit meinen Kindertherapeuten/innen werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Eltern, Frühchen, Säuglinge und Kinder in unseren kindertherapeutischen Praxen nicht nur angenommen, respektiert und verstanden fühlen, sondern auch nach den besten Behandlungsverfahren therapiert werden.

Wir sind uns sicher, dass wir Ihnen die Hilfe und Unterstützung bieten können, die Sie suchen! 

Bei der Wahl unserer Behandlungsverfahren berücksichtigten wir immer die neuesten Erkenntnisse der Kindertherapie.

Die Vielfalt unserer therapeutischen Aus- und Weiterbildungen sowie der ständige interdisziplinarischer Austausch zwischen Therapeuten, Kinderärzten und Hilfmittelversorgern sichert Ihnen eine optimale auf Ihr Kind angepasste Therapie und Versorgung.

 

Die persönliche Betreuung Ihres Kindes mit individueller Beratung und Therapieplanung ist uns ein Anliegen. Durch eine sehr gute Praxisorganisation gibt es keine langen Wartezeiten.

Sprechen Sie mit

Ihre Katja Sonntag und Team

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Katja-Sonntag-Physio

Was wir machen!

 
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Frühchen & Säuglinge

Spezialisierte Kindertherapeuten 

für Frühchen und Säuglinge

Es kann zu einer verzögerten oder abnormalen Entwicklung kommen, beispielsweise aufgrund einer verzögerten Reifung des Nervensystems, der Sinne, der Organe oder des Haltungs- und Bewegungsapparats.

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Kleinkinder & Vorschulkinder

Spezialisierte Kindertherapeuten 

für Kinder im Vorschulalter

Es kann zu einer verzögerten oder abnormalen Entwicklung kommen, beispielsweise aufgrund einer verzögerten Reifung des Nervensystems, der Sinne, der Organe oder des Haltungs- und Bewegungsapparats.

Schulkinder

Spezialisierte Kindertherapeuten 

für Kinder im Schulalter

Es kann zu einer verzögerten oder abnormalen Entwicklung kommen, beispielsweise aufgrund einer verzögerten Reifung des Nervensystems, der Sinne, der Organe oder des Haltungs- und Bewegungsapparats.

 
 
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Was macht die Physiotherapie mit Kindern so speziell? 

Da ein Kind KEIN „kleiner Erwachsener“ ist, sind in diesem Fachgebiet die Krankheitsbilder bzw. Störungen anders als bei Erwachsenen zu behandeln.

 

In der Kinderphysiotherapie steht das Kind mit seiner sensomotorischen Entwicklung im Mittelpunkt. Dies kann von Geburt an notwendig sein. Unser besonderes Anliegen ist die Frühbehandlung, denn rechtzeitig erkannt und behandelt sind sehr viele Beeinträchtigungen deutlich effektiver zu beeinflussen.

Die Therapie wird individuell an die Bedürfnisse und an das Alter des Kindes angepasst. In lustigen Spielen und interessanten Aktivitäten werden therapeutische Übungen versteckt. Nur wer Spaß hat, ist bereit zu lernen.

„Zeig mir was du kannst“

 

Ihr Kind nach seinen Möglichkeiten zu behandeln und sein Können für die Therapie zu nutzen und nicht nur an seinen Defiziten zu arbeiten ist uns sehr wichtig. Es stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes und gibt ihm die Motivation seine Ressourcen optimal zu nutzen. Eine physiotherapeutische Behandlungseinheit inkludiert Befundung, Therapie, Elternberatung und Dokumentation.

Auch eine ausführliche Beratung, Anleitung und die Information der Eltern, sowie das Zusammenarbeiten mit Ärzten Logopäden und Ergotherapeuten gehören zu den wichtigen Aufgaben.

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Für uns gibt es keine "Schubladen" in die wir "jemanden" stecken!

Ihr Kind, sei es ein Frühgeborenes, ein Mehrlingskind oder ein Sorgenkind... als Säuglings- und Kindertherapeutin nehme ich es in seiner Besonderheit und seiner Einzigartigkeit wahr und genauso bin ich bemüht, meine Therapie entsprechend Ihres Kindes zu gestalten. Mein Ziel ist es, mich ganzheitlich auf Ihr Kind einzustellen, es dort abzuholen, wo es steht und es individuell zu begleiten um bestmögliche Erfolge zu erreichen. 

 

Für uns gibt es keine "Schubladen" in die wir "jemanden" stecken! Egal, ob es sich um ein gebrochenes Bein oder um einen längeren Therapieweg handelt: Als Kindertherapeuten nehmen wir den kleinen Menschen in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit wahr und fördern Ihr Kind in seiner körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung.

 

Wir helfen Ihnen als Eltern und Ihrem Kind, mit besonderen Situationen gut umzugehen, damit sich Ihr Kind entsprechend seinen Möglichkeiten gut entwickeln kann.

Bei Bedarf kann ich dabei begleitend unterstützen und beraten weitere Helfer zu finden, wenn eine notwendige Behandlung über den motorischen Bereich hinausgeht. Gern stelle ich Kontakt zu Hilfsmittelversorgern und Orthopädietechnikern, zu Ergotherapeuten und Logopäden, zu einer Frühförderstelle oder anderen Helfersystemen her.


 

Sprechen Sie mit uns!

 

Katja Sonntag

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Krankheitsbilder und Therapien

 

Unser Therapie Angebot für Frühchen, Säuglinge und Kinder:

 Bobath Therapie (KG-ZNS Kinder)

● Castillo Morales Konzept

● Manuelle Therapie bei Säuglingen und Kindern (KISS  Syndrom)

● Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber

 (SI) Sensorische Integrationstherapie

● Atemtherapie

● Frühkindliche Reaktionen

● Wirbelsäulen Therapie Schroth bei Skoliose

● Rückenschule bei Kindern

● Hilfsmittel- Beratung

 Medi-Taping Therapie bei Kindern und Säuglingen

 Babymassage

 Eltern-Säuglings- Kleinkindberatung

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Hier lernen Sie unsere Therapie - Leistungen

besser zu verstehen!

Wir wollen Sie im Therapie - Dschungel nicht alleine lassen.

Sie erhalten hier einen Überblick über unsere Behandlungsmöglichkeiten und Krankheitsbilder.

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Therapien und Krankheitsbilder - Mehr wissen, besser verstehen

Unsere Therapien für Frühchen, Säuglinge und Kinder

Bobath Therapie (KG-ZNS-Kinder)


Das Bobath-Konzept für Kinder und Säuglinge Das Bobath-Konzept ist eines der bekanntesten Therapiekonzepte in der Physiotherapie. Es basiert auf einer neuro-physiologischen Grundlage und geht von einem Ansatz aus, der das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit mit einbezieht. Dieser Ansatz setzt eine enge Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Fachdisziplinen (Arzt/Ärztin, Erzieher/in, Logopäde/in, Ergotherapeut/in) untereinander, als auch mit Ihnen als Eltern voraus. Wie entstand das Bobath-Konzept? Das Ehepaar Dr. h.c. Berta Bobath (Physiotherapeutin, 1907-1991) und Dr. Karel Bobath) begann in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Entwicklung des Behandlungskonzepts. In den folgenden Jahrzehnten wurde es erweitert und differenziert. Resultierend aus ihren Behandlungserfahrungen, zuerst mit Patienten, die einen Schlaganfall erlitten hatten, und später mit Säuglingen und Kindern, die von einer Bewegungsstörung bedroht waren, machte das Ehepaar Bobath die Beobachtung, dass pathologisch veränderte Haltungs- und Bewegungsmuster beeinflussbar sind. So entstand dieses interdisziplinäre Konzept. Das Bobath-Konzept wird und wurde durch die in der therapeutischen Arbeit gewonnenen Erfahrungen, neue Forschungsergebnisse der Gehirnforschung und Anregungen aus benachbarten Wissenschaften, wie z.B. der Entwicklungspsychologie und der Kleinkindpädagogik weiterentwickelt. Dies ermöglicht eine Orientierung am jeweils aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Was sind die Grundannahmen der Bobath-Therapie? Die Entwicklung Ihres Kindes ist ständigen Veränderungen unterworfen. Der Behandlungsansatz der Bobath- Therapeutin nimmt Bezug genau hierauf. Die Entwicklung Ihres Kindes ist gekennzeichnet durch ein Zusammenwirken sensomotorischer, emotionaler und geistiger Komponenten. Ihr Kind setzt sich ständig mit der sozialen und gegenständlichen Umwelt auseinander. Dies wird in der Behandlung nach Bobath aufgegriffen. Die nach Bobath behandelnde Physiotherapeutin löst manuell bestimmte Bewegungen bei Ihrem Kind aus, indem sie an sogenannten Schlüsselpunkten Rotationsbewegungen initiiert. Die Muskelspannung Ihres Kindes soll hierdurch möglichst normalisiert werden und koordinierte Bewegungsabläufe sollen gefördert werden. Die Bobath-Behandlung wird meist in eine Spielsituation eingebettet, so dass die Anforderungen an das Kind spielerisch umgesetzt werden können. Sie findet auf dem Boden, der schrägen Ebene, dem Schaukelbrett, dem Gymnastikball, im Klettertunnel oder anderen kindgemäßen Räumlichkeiten statt. Für welche Kinder eignet sich die Bobath-Therapie? Das Bobath-Konzept richtet sich primär an Kinder mit angeborenen und/oder erworbenen Störungen des Zentralnervensystems sowie an Säuglinge mit sensomotorischen Auffälligkeiten, wie z. B. Lageasymmetrien, und an Kinder mit kognitiven oder anderen neurologischen Beeinträchtigungen. Der auf Kinder-Bobath spezialisierte Physiotherapeut behandelt in der Regel Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche. Von der Altersstruktur her daher unabhängig, ist die oben gestellte Frage nur mit dem Vorliegen einer differenzierten Diagnose zu beantworten, welche vom Arzt gestellt wird. Bei Säuglingen sind dies z.B. Asymmetrien (Schiefhaltungen), Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungsstörungen, Babys mit Überstreckungen, erhöhte oder zu schlaffe Muskelspannungen (Muskeltonusstörungen) und neurologische Auffälligkeiten (Spastiken/Hemiparesen). Bei den etwas älteren Kindern kommen noch Gleichgewichtsprobleme, Gangunsicherheiten, Fehlhaltungen und Fehlbelastungen (Skoliosen) und vieles mehr dazu. Das Bobath-Konzept bietet ein Fülle von Möglichkeiten, die den meisten kindlichen Krankheitsbildern und Diagnosen zugute kommt. Ziel des Bobath-Konzeptes für Kinder Die Kinder-Bobath-Therapie hat die Aufgabe, Kinder mit neurologischen Auffälligkeiten zu behandeln. In der Therapie versucht man mit gezielten Maßnahmen, die Eigenregulation des Kindes in Bezug auf Haltung und Bewegung zu unterstützen. Dabei ist es das erklärte Ziel des Konzeptes, das Kind zunächst in seinen Fähigkeiten zu erkennen und seine Kompetenzen zu entdecken. Voraussetzung hierfür ist ein adäquater, neurophysiologischer Befund, der die Basis für jedes weitere Vorgehen bildet. Der Therapeut „holt“ das Kind an der Stelle „ab“, an der es sich aktuell befindet und er versucht dann, die ihm dargebotenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu benutzen und diese gemeinsam mit dem Kind weiterzuentwickeln. Am Ende steht das Erreichen einer größtmöglichen Selbständigkeit, bei der sowohl die funktionellen Fähigkeiten des Kindes differenziert werden sollen, als auch die Handlungskompetenz erweitert wird. Beeinflussende Faktoren Das sog. sensomotorische Lernen (Sensomotorik = Wahrnehmen und Bewegung) ist jedoch abhängig von folgenden Faktoren: die Aktivierung der zentralen Wachheit oder Aufmerksamkeit um die dem Kind eigene Motivation „wach zu kitzeln“. die Therapiesituation so zu gestalten, dass das Kind in der Lage ist, seine eigene Strategie zum Erreichen des Zieles zu entwickeln und in wiederholbarer und variantenreicher Form auszuprobieren. das Umfeld des Kindes so zu sensibilisieren, das es an der Durchführung der therapeutischen Maßnahme teilhaben kann, ohne die Eigenregulation zu unterwandern und neue Abhängigkeiten aufzubauen. die interaktiven Prozesse des Kindes im Zusammenhang mit der idealen, motorischen Entwicklung und der Fähigkeit des Zentralen Nervensystems zur Plastizität zu erkennen und daraufhin die therapeutischen Maßnahmen abzustimmen. das Vermeiden oder Verhindern von Sekundärschäden im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat aber auch die positive Beeinflussung des sozio-emotionalen Bereiches. Wann behandelt man? Wie früh beginnt man? Die angesprochene Plastizität des Zentralen Nervensystems bedingt einen möglichst frühen Therapiebeginn, um die Effektivität so gut es geht auszunutzen. Gerade zu Beginn des Lebens ist der Durst nach „Input“ so beträchtlich, wie zu keinem späteren Zeitpunkt wieder. Bei der Analyse der vorliegenden „Störfaktoren“ muss davon ausgegangen werden, dass die Plastizität jener Kinder mit gestörter sensomotorischer Entwicklung in jedem Fall beeinträchtigt ist. Die Wiederherstellung der Plastizität ist so früh wie möglich zu erreichen und dem Kind somit zu helfen. Die Fähigkeit sich mit der körpereigenen aber auch körperfremden Umwelt auseinandersetzen zu können, ist daher der erste und beste Beweis von funktionierender Plastizität. "Therapie für Säuglinge und Kinder“ In unserer Praxis wird das Bobath-Konzept auf ganz vielfältige Weise eingesetzt. Wir behandeln Kinder aller Altersstufen - vor allem Säuglinge und Kleinkinder - mit der Bobath-Therapie. Die Therapie wird nach Absprache mit den Eltern so an die Entwicklung Ihres Kindes angepasst, dass den Eltern ein genau auf Ihr Kind unterstützendes Handling mitgegeben wird. Dabei werden die Eltern auch mal vorübergehend Co-Therapeuten, die von den spezialisierten Bobath-Physiotherapeuten immer wieder angeleitet oder optimiert werden und somit eine fundierte unterstützende Basis für die spezielle therapeutische Arbeit bilden. Bobath wird aber auch in Kombination mit anderen Therapien zum Einsatz gebracht. Dazu gehört die sensorische Integration mittlerweile genauso wie die Manuelle Therapie und auch Vojta Therapie. Neben der Hilfsmittelversorgung gehört auch die Beratung und Unterstützung der Eltern dazu. Wir möchten, dass sich die Eltern bei uns genau so wohl fühlen, wie Ihre Kinder! Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an uns. Link zur Bobath-Vereinigung: www.bobath-vereinigung.de




Manuelle Therapie bei Säuglingen und Kindern (u.a. Kiss Syndrom)


Aufgrund ihrer schmerzfreien und schonenden Vorgehensweise, ist die Manuelle Therapie besonders für die Behandlung von Kleinkindern und Säuglingen geeignet. „KiSS-Syndrom-Babys“ können eine starke Schiefhaltung des Kopfes, eine deutlich asymmetrische Schädelform.

Was ist die manuelle Therapie bei Säuglingen und Kindern?

​Die Behandlung von Kindern ist schon immer eine herausragende Aufgabe gewesen. Die manuelle Kinderbehandlung ist ein Sonderzweig der manuellen Therapie. Mit bestimmten Techniken können Funktionsstörungen schon im Säuglingsalter behandelt werden. Wenn diese nicht auffallen und behandelt werden, kann dies unter Umständen zu Folgeschäden führen, wie z.B. die Säuglingsschieflage, die etwa in einer festen Krümmung aufgehen kann.

Die Techniken der manuellen Kinderbehandlung haben mit denen, die aus der herkömmlichen Chirotherapie kommen, wenig gemeinsam.

Schräglage der Säuglinge - Was ist das?

Die körperliche Entwicklung der Säuglinge wird von einfachen Reaktionen geführt (z.B. Saugreflex, Greifreflex usw.); auf diese bauen sich immer kompliziertere Bewegungs- und Haltungsmuster auf. Dabei findet diese Entwicklung von „oben“ nach „unten“ statt. Zuerst muss das Kind in der Lage sein, seinen Kopf ohne wesentliche Anstrengungen anzuheben (Kopfkontrolle). Dann erst sind kompliziertere Bewegungen möglich.

Auch muss diese Entwicklung beidseitig ablaufen. Eine Entscheidung ob ein Kind Rechts- oder Linkshänder ist, ist erst im Kindergartenalter möglich.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Muskeln und Gelenke im Nacken und im Becken. Nur dann, wenn diese Muskeln und Gelenke frei beweglich sind, kann sich die körperliche Entwicklung normal vollziehen.

Können diese Muskeln und Gelenke bspw. wegen Blockierungen und Muskelverhärtungen nicht frei bewegt werden, kommt es zu typischen Veränderungen an Kopf und Becken.

Beim Säugling sieht man die typische Schieflage im Bett oder eben nur eine Schiefhaltung des Halses. Andere Zeichen sind: z.B. die Weigerung des Kindes, sich auf beiden Seiten stillen oder füttern zu lassen. Manchmal schreien die Kinder häufiger oder lassen sich schlecht beruhigen (sog. Schreikinder). Wieder andere Kinder liegen schlapp in ihrem Bettchen oder benutzen bei den Bewegungen Arme und/oder Beine nur einseitig. Nicht zuletzt können Veränderungen im Stuhlverhalten (Verstopfung, Blähungen, Schreien beim „Vollmachen“ der Windel) auf eine Funktionsstörung des Schieflagenkomplexes hindeuten.

Es sind auch andere Störungen denkbar, wie häufiges „Spucken“ nach den Mahlzeiten, das in diesem Zusammenhang wie erbrechen zu bewerten ist . Typisch ist die Verformung des Schädelknochens, wenn das Kind im Liegen immer eine bestimmte Seite bevorzugt, sich abflacht und schräg liegt, wodurch stellenweise durch Haarabrieb kahle Stellen entstehen.

Behandlung und Ziel der Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, gestörte Bewegungen und reflektorische Verbindungen der Muskeln und Gelenke wieder zu normalisieren. Die Entwicklung des Kindes kann nur dann normal ablaufen, wenn Gelenke und Muskeln frei beweglich sind. Dieses erfolgt mit Manual- medizinischen Techniken, die, wenn richtig durchgeführt, risikolos und auch meist schmerzlos sind.

Bei älteren Kindern, wo der Symptomkomplex zu spät oder unzureichend behandelt wurde und schon dauerhafte, eingeschliffene reflektorische Veränderungen, wie z.B. minimale Entwicklungsverzögerungen mit Störungen der Feinmotorik und Koordination, eingetreten sind, hat sich alternativ oder ergänzend zur Ergotherapie die Atlastherapie nach Arlen sehr bewährt.

Das Behandlungsergebnis

Spontane Bewegungsverbesserungen sind meist schon unmittelbar nach der Behandlung festzustellen.

Dennoch muss dem Kind mindestens eine Woche Zeit gegeben werden, sich auf die veränderten Haltungs- und Bewegungsmöglichkeiten einzustellen. Es kann durchaus zwei bis drei Wochen dauern, bis das Kind wieder gerade im Bett liegt und seine Muskelspannung normal und schmerzfrei ist.

Wenn nach zwei bis drei Wochen die Gelenk- und Muskelstörung beseitigt und die Schiefhaltung nicht mehr nachweisbar ist, so ist keine weitere Behandlung, auch keine Krankengymnastik, erforderlich. Manchmal aber sind nach dieser Zeit die Symptome zwar besser, aber eben nur teilweise und man findet noch Auffälligkeiten, weshalb dann eine Kontrollvorstellung beim Arzt erforderlich ist.

​Wir untersuchen und behandeln Säuglinge bei anhaltender Unruhe, Schreineigung, Blähungen, Kopfverformungen und Kindern mit Störungen der Mototik aber auch der Koordination und Konzentration.

Diesen Symptomen liegt oft ein Krankheitsbild zugrunde, dass bei SäuglingenTonusasymmetriesyndrom, bei älteren Kindern Sensomotorische Dyskybernese genannt wird.

Zugrunde liegt oft eine vor- oder nachgeburtliche Bewegungsstörung der oberen Halswirbel (Kopfgelenke) oder des Beckenringes. Hier kann nach unseren Erfahrungen mit unseren schonenden Methoden der Manuellen Medizin (MET, MFR, CST, Atlastherapie n. Arlen) oft eine gute Hilfe geleistet werden.

Wichtig ist zu wissen: Es handelt sich hierbei nicht um Erkrankungen des Nervensystems, sondern um reversible Funktionsstörungen des Bewegungssystems mit Auswirkung auf bestimmte Funktionen des Nervensystems, die sich bei Behebung dieser lokalen Bewegungseinschränkungen wieder zurückbilden.

​In diesem Zusammenhang fällt oft die Diagnose Kiss-Syndrom -KiSS ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung – Das KiSS-Syndrom bezeichnet einen Symptomenkomplex mit Haltungsasymmetrien, Störungen vegetativer Funktionen und Haltungs/Schädelasymmetrien.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an uns.




Skoliose Therapie nach Katharina Schroth


Definition der Skoliose Behandlung nach Katharina Schroth

Frau Katharina Schroth aus Bad Sobernheim, wo auch die einzige Klinik für Skoliose Therapie nach Lehnert-Schroth in den späten 60-zigern eröffnet wurde, litt selbst an einer massiven Skoliose. Sie entwickelte eine Therapieform, anfangs nur auf sie selbst abgestimmt, mit der man die Skoliose mit diversen Hilfsmitteln dreidimensional aufrichtet und die entsprechende Muskulatur dehnt, beziehungsweise segmental kräftigt. Das Bahnbrechende and dieser Therapie ist die Nutzung der Drehwinkelatmung als Verstärker zur Wirbelsäulenkorrektur über die angrenzenden Rippen zur Aufrichtung und damit Korrektur der verkrümmten Wirbelsäule.

Der Skoliose-Patient erlernt, wie er seine konkaven Wirbelsäulenabschnitte mit Hilfsmitteln wie Reissäckchen, Unterlagen und Holzstöcken aufrichten kann, sowie die Atmung zur Hilfe nimmt um die Wirbel und Rippen zu derotieren und dies mit effizienten Übungen stabilisiert.

Was ist eine Skoliose?

Die Wirbelsäule wird medizinisch in 3 Abschnitte unterteilt, wobei das Kreuzbein und das Steißbein in dieser Therapieform vernachlässigt wird. Diese drei Abschnitte haben bestimmte natürliche Krümmungen im dreidimensionalen Raum:

Da wäre von der Seite gesehen zuerst die Halswirbelsäule, die sich sanft nach vorne rundet, gefolgt von der Brustwirbelsäule, die sich stärker nach hinten rundet und im Abschluss die Lendenwirbelsäule die ihre Rundung nach vorne wieder abschließt.

Die gesunde Wirbelsäule ist von vorne und hinten gesehen im Lot, was bedeutet, das der erste bis zum letzten Wirbel und auf jeweils einer geraden Linie liegen, die senkrecht zum Boden fällt. Weichen die Knochen der Wirbelsäule hiervon ab, so handelt es sich um eine Skoliose.

Diese kann der Laie auch ganz leicht daran erkennen, wenn zum Beispiel eine Schulter weiter oben steht, oder die Rippen auf einer Seite deutlich weiter nach vorne oder nach hinten herausgewölbt sind. Gefolgt von der veränderten Stellung der Wirbel kommt es zu einer Rippenfehlstellung, die den Inhalt des Brustkorbs einengt.

Häufig tritt solch eine Wirbelsäulenverkrümmung in der Pubertät, nach Unfällen, nach Wirbelbrüchen oder durch Osteoporose auf. Einige Skoliosen entwickeln sich ohne klar ersichtlichen Grund, weswegen sie in der Medizin idiopathische Skoliose genannt werden.

Warum sollte jede Skoliose behandelt werden?

Durch die Wirbelsäulenverkrümmung und die Verschiebung der Rippen kommt es zu einer Einengung der Organe im Brustkorb. Es können Herz und Lunge eingeengt werden. Die Einengung des Herzens kann zu einer Veränderung der Herztätigkeit führen. Hat die Lunge nicht genügend Platz, so häufen sich bei Skoliose Patienten oft Infekte, da die Luft nicht ungehindert ein- und ausströmen kann und sich dadurch Viren und Bakterien leichter festsetzten, was zu Entzündungen führen kann.

Des weiteren ist es für die Muskulatur anstrengend die Position des Körpers außerhalb der Mittellinie zu halten, weswegen die Patienten häufig unter Schmerzen in der Nacken- und der Lendenwirbelsäulenmuskulatur leiden. Zudem kommt es vor, dass die veränderte Stellung der Wirbel einen Nerv einengt und dadurch Nervenschmerzen auftreten.

Daher ist es das Anliegen und die Aufgabe des behandelnden Therapeuten, diese Fehlstellungen mit spezifischen Behandlungsmethoden der Physiotherapie oder der Osteopathie bzw. osteopathischen Techniken zu korrigieren.

Wer darf Skoliose Patienten nach Katharina-Schroth behandeln?

Es gibt diverse Fortbildungszentren, die einen Physiotherapeuten oder eine Physiotherapeutin in die Therapieform der Skoliose Behandlung nach Schroth ausbilden, sofern sie von Frau Schroth zertifiziert sind. Die Ausbildung ist lediglich Physiotherapeuten vorbehalten, dauert in der Regel 10 Tage und geht mit einer Abschlussprüfung einher.

Im Anschluss daran erhalten die Physiotherapeuten ein Zertifikat, welches sie als Therapeuten der Lehnert-Schroth Skoliose Therapie auszeichnet. Orthopäden und Kinderärzte arbeiten besonders gerne mit diesen Therapeuten zusammen. Fragen Sie Ihren Orthopäden, ob er eine geeignete Physiotherapeutin oder eines geeigneten Physiotherapeuten empfehlen kann, die nach dieser Methode behandeln.

In unserer Praxis haben wir zwei ausgebildete Physiotherapeuten, die durch das Zertifikat die Berechtigung haben, diese Therapieform an Patienten anzuwenden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an uns. Wir geben Ihnen gerne Auskunft über die Dauer und Art dieser Therapieform gibt.




​Medi-Taping Therapie bei Kindern und Säuglingen


Die Medi-Taping Therapie ist schmerzlos und ganz ohne Nebenwirkungen So können auch Schwangere, stillende Mütter und Säuglinge damit behandelt werden. Ein spezielles elastisches Tape und eine besondere Technik machen es möglich, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sofort erfolgreich zu therapieren.
Das Tape besteht aus Baumwolle, die Klebefläche besteht aus 100% Acryl Nicht immer werden medizinisch sinnvolle Behandlungsmethoden der Physiotherapie von Krankenkassen übernommen. Dennoch müssen Sie bei uns auf nichts verzichten. Anwendungen bei Säuglingen unter anderem bei:

  • Kiss-Syndrom
  • Atlas und ISG-Blockaden
  • Muskelverkrampfung
  • Lageasymmetrie
  • Dreimonatskoliken oder Verstopfung (Obstipation)
  • Zehenspitzengang oder Fußfehlhaltung
  • X-Beine und O-Beine
  • Hypermobilität
  • Spastik
​​​​​​​ Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben,dann wenden Sie sich bitte an uns.




Castillo Morales Konzept


Behandlung bei Zungenvorverlagerung, offener Mund, Mundatmung, Kau- und Schluckstörungen, übermäßiger Speichelfluss, Zahnstellungs- und Bisslageabweichungen, Trinkstörungen, sowie Sprachstörungen. Die Behandlung nach dem Castillo Morales Konzept. Sein sensomotorisches Behandlungskonzept entwickelte Dr. Rodolfo Castillo Morales aus der jahrelangen Erfahrung mit Kindern mit muskulärer Schwäche heraus. Wie entstand das Castillo Morales Konzept? Rodolfo Castillo Morales war der Sohn einer kinderreichen Familie. Er wuchs in Argentinien auf. Erzogen unter dem Einfluss von Eingeborenen, die mit in seinem Elternhaus lebten, die seine Beobachtungsgabe schärften und ihm ihr ursprüngliches Wissen beibrachten, entschloss er sich früh, Medizin zu studieren. Bereits während des Medizinstudiums widmete er sich der Rehabilitation. Seit über 30 Jahren leitet er ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Erwachsene in Cordoba/ Argentinien.Er entwickelte ein Konzept, das mit sensorischen und orofazialen (Mund- und Gesichtsbereich betreffend) Schwerpunkten ausgerichtet war, die sogenannte „Neuromotorische Entwicklungstherapie“ (NET) und die „Orofaciale Regulationstherapie“ (ORT). Was ist die orofaziale Regulationstherapie?​ Unter orofazialen Funktionen werden sensorische und motorische Auffälligkeiten im Mund- und Gesichtsbereich verstanden, also Zungenvorverlagerung, offener Mund, Mundatmung, Kau- und Schluckstörungen, übermäßiger Speichelfluss, Zahnstellungs- und Bisslageabweichungen, Trinkstörungen, sowie Sprachstörungen. Castillo Morales sammelte seine ersten Erfahrungen für seine orofaziale Therapie bei Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Kindern mit Trisumie 21 (Down Syndromen). Heute steht das Konzept für die Therapie verschiedener sensomotorischer Störungsbilder im Mund- und Gesichtsbereich. Am Beispiel eines Kindes mit Trisumie 21 (Down Syndromen) sei aufgezeigt, welche orofacialen Auffälligkeiten bestehen können:

  • die Trinkschwäche im Säuglingsalter
  • der offene Mund;
  • ein erhöhter Speichelfluss;
  • die hypotone (zu wenig angespannte), vorverlagerte und auch aktiv vorgestreckte Zunge,
  • die im Vergleich zur kleinen Mundhöhle relativ zu groß wirkt;
  • die Hypotonie (Unterspannung) von Lippen, Wangen und der übrigen Mundmuskulatur
  • die Pseudoprogenie (scheinbares Vorstehen des Unterkiefers)
  • die Behinderung der expressiven Sprachentwicklung;
  • die hohe Infektanfälligkeit
Bei Kindern mit Trisumie 21 (Down Syndromen) ist zunächst fast immer eine physiotherapeutische Behandlung der Hypotonie und der charakteristischen Aufrichtemängel im Rumpf notwendig. Dieses erfordert neurophysiologische Behandlungsmethoden wie z. B. denen nach Bobath oder Vojta. Die richtige Körperhaltung ist eine wichtige Voraussetzung für den Beginn der orofazialen Regulationstherapie. Die orofaziale Regulationstherapie setzt sich aus verschiedenen Übungen zusammen, wie z. b. der Basisübung, Übungen im Gesichtsbereich und innerhalb des Mundes. Die Gaumenplatte ist ein wichtiges Hilfsmittel in der orofazialen Regulationstherapie. Sie ist bei mangelndem Erfolg der manuellen Übungen notwendig und unterstützt diese. Es benötigen nur etwa ein Drittel aller Kinder mit Trisumie 21 (Down Syndromen), die mundmotorisch auffällig sind, eine Gaumenplatte. Sie dient dann zur passiven Stimulation von Zunge und Lippen und wird mit dem Ziel eingesetzt, abweichende Bewegungsmuster zu bremsen oder umzulenken und neue Bewegungen anzubahnen. Um eine sinnvolle Behandlung mit den Übungen und der Gaumenplatte im Rahmen der orofazialen Regulationstherapie zu gewährleisten, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut/in und Eltern unablässig. Bei der Arbeit am orofazialen Komplex müssen wir bedenken, dass der Mund- und Gesichtsbereich mit zu den sensibelsten und intimsten Zonen des menschlichen Körpers gehört. Wir müssen dem Kind Sicherheit vermitteln und ihm genügend Zeit lassen, Vertrauen zu gewinnen. Welche Störungsbilder werden mit der orofazialen Regulationstherapie behandelt? Verschiedene Hypotoniesyndrome, Frühgeborene, Kinder mit Perzeptionsstörungen, Mehrfachbehinderte Kinder, Kinder mit MMC, mit peripheren Paresen, mit Sensomotorischen Retardierungen... Das Menschenbild, welches Castillo Morales vermittelt, ist für jeden erfahrbar, der ihn in einer Behandlungssituation mit Kindern erlebt hat. Die Person des Menschen mit Behinderung stellt Castillo Morales in den Mittelpunkt seiner Behandlung. Es sollen keine Verhaltensweisen eingeübt werden, sondern es wird den Kindern ein Weg gezeigt, sich Entwicklungsschritte selbst zu erarbeiten. So kann es zu einem vertrauensvollen Dialog in Gegenseitigkeit als grundlegende Voraussetzung jeder therapeutischen Situation kommen. Nur ein Mensch, der sich wohl fühlt, spielt, probiert und lernt. Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.castillomoralesvereinigung.de oder sprechen Sie mit uns.




​Atemtherapie


In unserer Praxis wird die Atemtherapie, Krankengymnastik / Atemtherapie (KG-Atem), als Einzeltherapie eingesetzt. Dabei werden nicht nur die Kinder (in entsprechendem Alter) sondern auch die Eltern angeleitet, die Therapie zuhause durchzuführen. Was ist Atemtherapie? Die Atemtherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie bei Säuglingen und Kindern. Sie besteht aus verschiedenen aktiven und passiven Maßnahmen zur Verbesserung der Belüftung beider Lungen mit dem Ziel die größtmögliche Aufnahme von Sauerstoff zu erreichen. In der Atemtherapie kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die sowohl passiv (durch den Therapeuten) als auch als auch aktiv (durch den Patienten) durchgeführt werden können.. Wen behandelt der Physiotherapeut mit der Atemtherapie? Der Atemtherapeut behandelt sowohl Säuglinge als auch alle anderen Altersstufen. Nach der Diagnosestellung durch den behandelnden Arzt, stellt dieser ein Rezept aus für die Atemtherapie im Rahmen der krankengymnastischen Behandlung. Atemtherapie findet ihre Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern:

  • cystischer Fibrose (cF / Mukoviszidose)
  • Asthma bronchiale
  • Obstruktive Bronchitis
  • Lungenentzündung
  • Broncho Pulmonale Dyplasien (BPD bei Frühgeburten) und viele weitere mehr.
In den wechselhaften Jahreszeiten Frühjahr und Herbst, in denen die Säuglinge und Kleinkinder oftmals rezidivierende Ateminfekte „verschleppen“, bietet es sich an, eine kurzfristige Atemtherapie zu verordnen um die Eltern entsprechend anzuleiten. Ziele der Atemtherapie Mit der Atemtherapie wird versucht dem Patienten auf vielfältige Weise eine voll ausreichende Belüftung der Lungen zur verbesserten Aufnahme von Sauerstoff zu ermöglichen. Die Wirkung der Maßnahmen im Einzelnen sieht wie folgt beschrieben aus:
  • Vergrößerung der Atemzugtiefe und damit Intensivierung der Atmung
  • Abtransport von Schleim und dessen Entfernung = Förderung der Sekretmobilisation
  • Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
  • Förderung von Koordination und Bewegungsfreude
  • Verbesserung der Haltung
Die Atemtherapie definiert ein sog. therapeutisches Konzept, welches aus der Verordnung des Arztes, den Bedürfnissen des Patienten und dem Zusammenarbeit mit dem Patient bzw. den Eltern entsteht. Dabei verfolgt der “Atemtherapeut“ Nahziele und ggf. auch Fernziele in seiner Behandlung. Das Erlernen einer adäquaten „Atemschulung“ und die Erarbeitung der “Selbsthilfetechniken“ ist das wichtigste Ziel der Atemtherapie. Auch psychische Faktoren wie z.B. eine deutliche Angstminderung im Moment eines „Anfalls“ bei Asthma sind wesentliche Aspekte in der erfolgreichen Anwendung der Atemtherapie. Beeinflussende Faktoren Die in der Atemtherapie eingesetzten aktiven und passiven Techniken können in der Kombination ihrer Anwendungen zu einem raschen Erfolg in der besseren Belüftung einzelner oder ganzer Lungenabschnitte führen. Zu den passiven Techniken zählen:
  • Lagerungen
  • Kontaktatmung
  • Vibrationen und Schüttelungen
  • Therapeutische Körperstellungen
  • Intercostale Ausstreichungen
  • atemerleichternde Stellungen
  • Entspannungstechniken
Zu den aktiven Maßnahmen gehören: Atembeeinflussende Techniken (Atemtechniken) Erlernen von Hustentechniken Mobilisationsübungen für den Brustkorb Autogene Drainage Ergänzende Maßnahmen sind die Inhalation von Aerosolen, der Einsatz von Hilfsmitteln zur Änderung der Druckschwankung und der Luftströmung innerhalb der Lunge (VRP1 / “Flutter“ oder PEP-Maske) Wann behandelt man? Wie früh beginnt man? Die Atemtherapie kommt so früh wie möglich zum Einsatz. Dabei ist es völlig unwichtig, wie alt das Kind ist sondern vielmehr seit wann oder wie lange die vorliegende Funktionsstörung besteht. Ein früher Behandlungsbeginn ermöglicht ein in der Regel effektiveren Behandlungsverlauf als die auf einen späteren Zeitpunkt angesetzte Therapie. Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an uns.




Dreidimensionale Fußtherapie (Zukunft-Huber) auf neurologischer Grundlage nach Zukunft-Huber


Die Therapie nach Barbara Zukunft-Huber nennt sich funktionelle dreidimensionale manuelle Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage und wurde von der Physiotherapeutin B. Zukunft-Huber selbst entwickelt.

Die „dreidimensionale, manuelle Fußtherapie“ orientiert sich an der funktionellen Fußentwicklung im ersten Lebensjahr des Kindes und an den manualtherapeutischen Grundsätzen. Daraus resultieren neue Grundlagen zur Frühdiagnostik und Frühbehandlung von Fußfehlhaltungen wie Sichel-, Serpentinen-, Klump-, Hacken- und Knick- Senkfüßen mit speziellen Mobilisations- und Dehngriffen und den entsprechenden funktionellen Binden.

Zudem wird die normale Gestaltumwandlung des Kleinkindes von O- zum X- bis zum geraden Bein dargestellt. Außerdem wird über die optimale Schuhversorgung gesprochen und was dabei beachtet werden muss.

Was ist die 3dimensionale Fußtherapie?

Die 3dimensionale Therapie ist eine Therapieform für die Behandlung von Fußdeformitäten, entwickelt von der Krankengymnastin Barbara Zukunft-Huber.

Aus der Unzufriedenheit heraus, dass die Fußstörungen unter dem Gesichtspunkt der aufrechten Haltung betrachtet und behandelt werden, entwickelte sie ein neues Konzept, das als „3dimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber“ bekannt geworden ist.

Dem Konzept liegt die genaue Kenntnis der Entwicklung des Säuglings und seiner Fußentwicklung zugrunde. Die Behandlungsmethode basiert auf der Grundlage einer Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis sowie der Manuellen Therapie.

Es findet sich im Heilmittelkatalog dazu keine eigene Abrechnungsposition, dennoch kann diese im Rahmen der Rezeptierung von „manueller Therapie“ oder „Krankengymnastik nach Bobath/ Vojta“ verordnet und angewandt werden.

Indikationen:

• Sichelfuß

• Serpentinenfuß

• Klumpfuß Grad I-II, auch Mit- und Nachbehandlung Grad III-IV

• Hackenfuß

• Knick-Senkfuß

• spastische Spitz-, Knick-, Plattfüße

Wen behandelt der Physiotherapeut mit dieser Methode?

Mit der 3dimensionalen Fußtherapie nach Zukunft-Huber werden vornehmlich Kinder (aber auch Erwachsene) aller Altersstufen behandelt. Bei Kindern, deren Füße noch nicht in ihrer Entwicklung abgeschlossen sind, findet diese Methode den größtmöglichen Erfolg.

Säuglinge mit kongenitalen Klumpfüßen, Spitzfüßen, Sichelfüßen, Knick-Senk-Füßen etc.gehören genauso zu dem Patientenklientel wie Kinder nach operativen Eingriffen an den Füßen.

Zusätzlich können sehr gut Kinder mit einer spastischen Entwicklungsstörung mit Hilfe dieser Methode behandelt werden.

Ziele der 3dimensionalen Fußtherapie

Die 3dimensionale Fußtherapie verfolgt das Ziel, dem Kind ein funktionelles Training zukommen zu lassen.

Entgegen der herkömmlichen Sichtweise sowohl der klassischen Orthopädie als auch der klassischen Krankengymnastik, welche die Fußstörungen fast ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der aufrechten Haltung betrachten und behandeln, kommt es bei der Behandlung der Fußstörungen auf die konsequente Berücksichtigung der normalen Entwicklung des Säuglings an.

In dieser findet sich ein so ausgewogenes Bewegungsspiel und auch Bewegungstraining statt, mit denen unter der physiologischen Abfolge von Bein-, Knie- und Fußbewegungen eine gute und ausgewogene Fußentwicklung erreicht werden kann. Dabei ist die natürliche Gewölbekonstruktion ein wesentliches Resultat der gesunden Greifentwicklung des Fußes. Dieses Gewölbe ist ein 3dimensionales Gebilde, das in seiner Dynamik stets bestimmten anatomischen Gesetzmäßigkeiten folgt und auf diesen aufbaut.

So ist zum Beispiel die Supination des Fußes in Abhängigkeit der Beinstellung ein wesentlicher Faktor zur Behandlung der Fußstörungen.

Wann behandelt man? Wie früh beginnt man?

Die 3dimensionale Fußtherapie soll so früh wie möglich eingesetzt werden. Dabei ist es absolut unrelevant, wie alt das Kind ist sondern vielmehr seit wann oder wie lange die vorliegende Fußstörung vorliegt. Dies ist besonders dann wichtig, wenn in manchen Fällen von Fußstörung als einziger Ausweg nur eine Operation indiziert ist. Auch wenn diese Therapie nicht jede Operation vermeiden kann, so kann sie zumindest in vielen Fällen helfen, diese zu Umgehen. Dies wird durch einen frühen Behandlungsbeginn ermöglicht und führt zu einem effektiven Behandlungsverlauf, und stellt letztendlich einen Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Therapie dar.

Einsatz der 3dimensionalen Fußtherapie in unserer Praxis

In unserer Praxis wird die 3dimensionale Fußtherapie in Verbindung mit den Behandlungsmethoden Bobath und Vojta sowie der Manuellen Therapie eingesetzt. Nach Absprache mit dem verordnenden Orthopäden wird die 3dimensionale Fußtherapie im interdisziplinären Austausch nicht nur mit diesem sondern in der kontinuierlichen Anleitung der Patienten durchgeführt. Hierbei ergänzen sich die neurophysiologischen Behandlungsformen in dem Zusammenwirken mit der Fußtherapie.

Durch die Zusatzausbildung zum Therapeuten für die "Dreidimensionale manuelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber" verfügen wir über die Kompetenz, die Entwicklung des Fußes genau zu beurteilen und Patienten dementsprechend zu behandeln.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an uns.




Sensorische Integrationstherapie (SI)


In unserer Praxis wird die Sensorische Integration auf verschiedene Weise eingesetzt. Wir behandeln Kinder aller Altersstufen - vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Die Therapie wird nach Absprache mit den Eltern so an die häusliche Umgebung angepasst, dass den Eltern ein genau auf Ihr Kind zugeschnittenes Übungsprogramm mitgegeben wird. Dabei werden die Eltern auch mal vorübergehend Co-Therapeuten, die von den spezialisierten Physiotherapeuten immer wieder angeleitet oder optimiert werden und somit eine fundierte unterstützende Basis für die spezielle therapeutische Arbeit bilden. Die SI wird vor allem in Kombination mit der Bobath-Therapie zum Einsatz gebracht. Was ist Sensorische Integrationstherapie (SI)? Die Sensorische Integrationstherapie (SI) ist ein Therapie-Konzept auf neuro-physiologischer und neuropsychologischer Grundlage. Die SI wurde von Frau Jean Ayres (USA) entwickelt und findet Ihre Anwendung u.a. in der Krankengymnastik bei Kindern mit Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung. Die Grundlage der therapeutischen Maßnahmen in der SI basiert auf den Erfahrungen Jean Ayres aus Ihrem Ergotherapie- und Psychologiestudium. In der Arbeit mit Kindern gehört die Anwendung der SI beginnend mit dem Säuglingsalter zu einem wesentlichen Bestandteil der Kinderphysiotherapie. Sensorische Integrationstherapie ist eine zertifizierte, physiotherapeutische Zusatzausbildung, die vom Kinderarzt ergänzend zu der neurophysiologischen Therapie nach Bobath verordnet werden kann. SI kann aber nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Wen behandelt der „SI-Therapeut“? Der SI-Therapeut behandelt sowohl Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche. Eine differenzierte, von der Altersstruktur her unabhängige Diagnose, welche vom Arzt gestellt werden muss ist auch hier erforderlich. Die Verordnung erfolgt dann aber auf der Grundl